Wie alles begann


(Kurzgeschichte der KuK!!!)

Der Titel lässt es schon ahnen: Auch die KuK entstand in einer Kneipe. Im Logo in der Blücher-/Ecke Tempelherrenstraße heckten Peter S. Kaspar und Miran Hauptmann die Idee im Herbst 2004 in einer Bierlaune aus. Logo-Chefin Sylvie Röpke fand den Gedanken toll und bot ihre Unterstützung an. Die erste Kneipe war gefunden. Zu denen der ersten Stunde gehörten außerdem das Anno 64, die Cantina Orange und das Too Dark. Am 1. Dezember war es soweit: Die erste KuK erschien in einer Auflage von 1000 Exemplaren mit 12-seitigem Umfang. Noch war das Verbreitungsgebiet auf den Bereich zwischen Blücher- und Gneisenaustraße begrenzt.

Für große Aufmerksamkeit sorgte die KuK schon mit ihrer zweiten Ausgabe. Nach dem verheerenden Tsunami Weihnachten 2004 entschloss sich das KuK-Team spontan, die Hilfsorganisation Khao Lak Friends des Münchner Kameramanns Michael Boxrucker zu unterstützen.

An Silvester spendeten Gäste der vier Kneipen insgesamt rund 350 Euro. Diese Aktion wurde innerhalb weniger Tage durch große Tageszeitungen und Fernsehsender so bekannt, dass das Spendenaufkommen auf über 15 000 Euro anwuchs. Fast genauso schnell wurde das Geld im thailändischen Khao Lak in Wiederaufbau und Schulungsprojekte investiert.

Dass das Kiezblatt schnell als ernstzunehmender publizistischer Faktor im Kiez wahrgenommen wurde, zeigte die Bundestagswahl 2005. Alle Kandidaten der fünf im Bundestag vertretenen Parteien folgten jeweils der Einladung der KuK zu einem öffentlichen Redaktionsgespräch. Insgesamt kamen rund 200 Zuhörer zu den Veranstaltungen in fünf verschiedenen Kneipen mit jeweils einem der Kandidaten.

TatortkommissarTatortkommissar Till Ritter (Dominic Raacke) bei der Lektüre der KuK.

Ein Millionenpublikum erreichte die KuK im November 2006. Das Kreuzberger Kiezblatt kam zu höheren Fernsehehren, als der Berliner Tatort die Kuk ins Zentrum einer kurzen „Blind-Date“-Geschichte stellte. 8,6 Millionen Zuschauer sahen auf diese Weise zum ersten Mal zumindest das Titelblatt von Kiez und Kneipe.

Allerdings erlebte die KuK auch wesentlich dramatischere Dinge.

2.Juli 2007, 20:05 bricht in der Sprecherkabine neben den Redaktionsräumen der KuK in der Gneisenaustraße ein Feuer aus. Der einizge, der zu dieser Zeit noch zugegen ist, ist der Chefredakteur, der sich im letzten Moment retten kann. Das Feuer ist zwar nach etwa einer Stunde unter Kontrolle, doch an ein Weiterarbeiten in der Kellerredaktion in der Gneisenaustraße ist nicht zu denken.

In der Fürbringer 10 entstehen beim „Fachblatt“ von Moni Raatz zwei Notausgaben, ehe es ab dem 1.9.2007 in den neuen Räumen in der Fürbringerstraße 6 weitergeht.