Buntes Kreuzberg: Gelb

Warum ein „farbenfroher Blühaspekt“ noch keine biologische Vielfalt garantiert

Foto: ksk

Es schaut auf den ersten Blick aus wie ein Rapsfeld, ist aber Weißer Senf (Sinapis alba) und noch ein wenig Kleinfrüchtiger Leindotter (Camelina microcarpa). Der breite Mittelstreifen in der Baer­waldstraße leuchtete Ende Mai in grellem Gelb. Im Zeichen der »biologischen Vielfalt« hat das Bezirksamt dort eine 1200 Quadratmeter große Blühwiese für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten angelegt.

Jetzt kann man natürlich fragen, was so eine Senf-Monokultur mit biologischer Vielfalt zu tun hat. Tatsächlich sei das nur eine »Akzeptanzart«, heißt es dazu bei der Deutschen Wildtier Stiftung, die einen »farbenfohen Blühaspekt« erzeugen soll, bevor sie als einjährige Pflanze dann wieder verschwindet. Die meisten der 40 ausgesäten Wildblumenarten blühen nämlich erst 2021.

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