Artikel von Peter Ehrentraut

Kultur

18. März 2009 (17:21)

Schattentheater im F40

Theater Thikwa verzaubert mit „Umbra“

thikwa_p1150504 Foto: pi

Schatten sind irgendwie unheimlich. Man kann sie nicht fassen, sie verfolgen einen ständig, in der ganzen Welt finden sich verschiedenste Riten und Aberglauben. Und liefern damit wunderbaren Stoff für Theater. Für das Theater Thikwa inszenierten Choreographin und Tänzerin Yuko Kaseki und der Musiker und Komponist Antonis Anissegos mit acht Schauspielern des Thikwa ein zauberhaftes Gesamtkunstwerk aus Farben, Licht und Schatten, untermalt durch Stimmen, elektronische und instrumentale Klanggebilde.

Die in der Fotostrecke gezeigten Bilder können leider nur eine kleine Vorstellung dieser einzigartigen Performance vermitteln.

Bis zum kommenden Freitag gibt es noch die Gelegenheit, sich in eine faszinierende Schattentraumwelt entführen zu lassen.

Alle Infos finden sich auf www.thikwa.de

Kultur

8. März 2009 (19:40)

Galerie Kiez

Es gibt viel Gesprühtes im Kiez. Vieles davon ist relativ hirnarmes Getagge, Reviermarkierungen mittels Sprühlack statt Urin. Der ästhetische Wert rangiert leider in den meisten Fällen zwischen null und minus unendlich und das Geschribbel trägt in den wenigsten Fällen zur Bereicherung des Stadtbildes bei.

streetart49Ein Klick auf dieses aufwendig mit drei Schablonen gesprühte Affenbaby führt zur Fotostrecke "Streetart". Foto: pi

Wirklich schöne Tags und frei gesprühte Motive sind traurigerweise selten. Dagegen gibt es allerdings Streetart in verschiedensten Varianten und Techniken, von Stencils (Sprühschablonen) und sogenannten
Paste-Ups über modifizierte Paketaufkleber bis hin zu regelrechten Installationen (sehr schön: die mitten im Winter mit Plastikblumen bepflanzte Baumscheibe in der Körtestraße). Teils im offiziellen Auftrag von Café- oder Ladenbesitzern, teils politisch, teils verspielt, meist illegale, aber auch oft wirklich schöne Kleinode, die einfach zu schön sind, als daß mensch sie wieder entfernt haben möchte. Allerdings stehen die Künstler meist unter einem enormen Zeitdruck: es muss, da erwischt werden schnell teuer werden kann, schnell gehen. Aufwendige Arbeiten wie die eines Banksy oder eines Pablo Fiasco, die zum Teil zig verschiedene Schablonen erstellen, um sie hinter zu einem hochkomplexen Gesamtkunstwerk zusammenzusetzen, sind wie Schneeziegen: sehr rar gesät.

Hier die komplette Serie als Fotostrecke, gesammelt in einer mehrtägigen Fototour quer durch den Kiez.

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