Zusammenhalt, Vielfalt, Akzeptanz

Mittenwalder Straßenfest wird wieder bunt und nachhaltig

Bunt, barrierefrei und nachhaltig – so soll das diesjährige Mittenwalder Straßenfest wieder werden. Am 5. September lädt der Verein mog61 – Miteinander ohne Grenzen e.V. wieder zu seinem inzwischen traditionellen Nachbarschaftsfest in die Mittenwalder Straße ein.

Bühne auf dem Mittenwalder StraßenfestLive-Musik in der Nachbarschaft beim Mittenwalder Straßenfest. Foto: phils

Wie immer gibt es zwischen Gneisenau- und Fürbringerstraße mehr als 40 Stände mit Kunst und Illustrationen, Schmuck und Selbstgemachtem, fairer Kindermode, Second Hand und Upcycling. An anderen Ständen können sich die Besucher*innen über soziale und kulturelle Initiativen, gemeinnützige Vereine und Kiezprojekte informieren – oder sich mit Eis, Crêpes, Bratwurst und Pommes den Bauch vollschlagen.

Die Fahrradwerkstatt von mog61 lädt Besucher*innen zu einem kostenlosen Fahrrad-Check mit kleinen Reparaturen ein. Dabei werden Bremsen, Beleuchtung, Reifen und Schaltung überprüft und kleinere Reparaturen direkt vor Ort durchgeführt. Für alle, die ihre digitalen Fähigkeiten erweitern wollen, werden Kreativ-Workshops und 360°-Foto-Shootings angeboten, bei denen man auch erfährt, wie man KI-Tools kreativ nutzen kann.

Um 13 Uhr startet das Bühnenprogramm mit insgesamt fünf Künstlern und Bands, die einen Mix aus R&B, Reggae, Hip-Hop, Electro, Rock und Metal versprechen. Darunter sind etwa die multikulturelle Berliner Frauenformation Free Spiritz, das Kreuzberger Hip-Hop-Duo Masterplan B sowie die kiezbekannte Potsdamer Band Sonator, die wieder für einen fulminanten Abschluss des Festes um 22 Uhr sorgen wird.

Polit-Talk zur Berlin-Wahl

Zum Bühnenprogramm des Straßenfestes gehört dieses Jahr auch wieder ein Polit-Talk zur bevorstehenden Berlin-Wahl am 20. September.

Ab 18 Uhr stellen sich die Direktkandidierenden Dr. Britt Schlünz (SPD), Katrin Schmidberger (Grüne) und Dr. Michael Efler (Linke) aus dem Wahlkreis 2 sowie Jakob Welker (VOLT) aus dem Nachbarwahlkreis 1 den Fragen von mog61 zu Klima, Verkehr, Inklusion und Teilhabe. Grundlage  sind die von mog61 aufgestellten Wahlprüfsteine zur Abgeordnetenhauswahl. Die schriftlichen Antworten der Kandidierenden können auf der Website des Vereins nachgelesen werden.

Menschen und Stände auf dem Mittenwalder StraßenfestFest der Begegnungen. Foto: mog61

Das Mittenwalder Straßenfest ist seit vielen Jahren eine feste Institution im Kiez. Die nicht kommerzielle, barrierefreie und klimasensible Nachbarschaftsveranstaltung gibt es seit 2013. Der Verein mog61 will damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebenssituationen ermöglichen. Gleichzeitig soll das vielfältige soziale, kulturelle und ökologische Engagement im Kiez und darüber hinaus sichtbar gemacht werden.

 

Erschienen in der gedruckten KuK vom September 2026 (auf Seite 1).

Zero Waste zum Zehnjährigen

Mittenwalder Straßenfest am 2. September feiert Jubiläum

Menschen und Stände auf dem Mittenwalder StraßenfestWie alles begann: Schon zum ersten Straßenfest in der Mittenwalder kamen 3000 Leute. Foto: phils

Vor zehn Jahren hatte der noch junge Verein mog61 – die Abkürzung stand damals noch für »Mittenwalder ohne Grenzen« – eine fast schon größenwahnsinnig anmutende Idee: Ein Straßenfest in der Mittenwalder Straße, von und für Nachbarn, mit großer Musikbühne, Essen, Getränken, Info- und Verkaufsständen von Vereinen, Initiativen, lokalen Unternehmen und Privatleuten. Monatelang hatte die Vorsitzende Marie Hoepfner zuvor mit dem Bezirk verhandelt, der eigentlich keine neuen Straßenfeste etabliert wissen wollte. Am Ende war es ein großer Erfolg: Die Polizei zählte 3000 Besucher zwischen Gneisenau- und Fürbringerstraße, und der Kiez ist um eine Institution reicher.

Und so feiert das Mittenwalder Straßenfest, dessen Name Außenstehende stets ein Event im Brandenburgischen vermuten lässt, dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum – nach drei Jahren Corona-Pause.

Neu ist in diesem Jahr, dass der Verein (der 2016 in »Miteinander ohne Grenzen« umfirmierte) das Fest soweit wie möglich klimaneutral und nach dem Zero-Waste-Prinzip veranstalten will. Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren.

Dazu kommt Altbewährtes: Wie immer gibt es ein Live-Musikprogramm, u.a. mit Casino Gitano (Gypsy-Polka-Swing-Punk) und Barny Schlosser (Jazz, Soul, R&B und Rap).

Auch das 2018 etablierte Lesezelt, in dem Autoren aus unabhängigen Verlagen ihre Bücher vorstellen, feiert eine Neuauflage.

Außerdem gibt es Angebote der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr. Los geht’s am 2. September um 14 Uhr.