Die KuK sucht Förderer

Neues Modell soll den Fortbestand sichern

Redaktion der Kiez und KneipeFreut sich über zahlreiche Unterstützer: KuK-Redaktion. Foto: kuk

In zwei Monaten, am 4. Dezember, jährt sich das erste Erscheinen von Kiez und Kneipe zum 15. Mal. Eigentlich sollte das ein Grund zum Feiern sein, doch das Jubiläum wird von großer Sorge um den Fortbestand unseres Magazins begleitet.

Es ist kein großes Geheimnis, dass das Umfeld für anzeigenfinanzierte Printmedien immer schwerer wird. Immerhin haben wir uns in den letzten Jahren in diesem Umfeld tapfer gehalten, trotz zurückgehender Einnahmen.

Allerdings erleben wir nun auch, dass sich immer mehr Kunden von uns verabschieden, nicht etwa, weil sie ihr Heil in Online-Medien suchen, sondern weil sie einfach verschwinden. Immer mehr Läden müssen schließen, weil sie die steigenden Mieten nicht mehr tragen können. Andere sind so zum Sparen gezwungen, dass sie sich nicht einmal mehr die moderaten Anzeigenpreise der KuK leisten können.

Dass unser Blatt bis zum heutigen Tage durchgehalten hat, liegt unter anderem daran, dass die Redakteure von Kiez und Kneipe alle ehrenamtlich tätig sind. Mit einer auch nur zum Teil finanzierten Redaktion hätten wir schon längst unser Erscheinen einstellen müssen.

Trotzdem glauben wir daran, dass es weitergeht. Wenn das anzeigenfinanzierte Modell nicht mehr ausreicht, dann müssen wir andere Wege finden, um das monatliche Erscheinen des Blattes zu gewährleisten. Andere Blätter haben den Weg bereits bestritten und ihre Leser um Mithilfe gebeten. Diesen Weg wollen nun auch wir gehen.

Helfen soll uns dabei das Portal Steady, das auch zahlreiche andere Medien unterstützt, so etwa die Satiremagazine Postillon und Titanic, die Blogs des Medienjournalisten Stefan Niggemeier, aber auch lokale Medien zum Beispiel in Steglitz oder am Prenz­lauer Berg.

Gesucht werden Förderer, die bereit sind, mit einem monatlichen Betrag zur Finanzierung des jeweiligen Mediums beizutragen.

Wir hoffen, dass wir nach 15 Jahren genügend Unterstützer finden, die uns dabei helfen, auch in den nächsten 15 Jahren Kreuzberg in seiner ganzen bunten Vielfalt jeden Monat abzubilden.

Hier könnt Ihr uns unterstützen: Kiez und Kneipe bei SteadyHQ

Erschienen in der gedruckten KuK vom Oktober 2019.

Eine gerechte Welt ohne Armut

Oxfam sucht Ehrenamtliche für neuen Shop

In der Bergmannstraße eröffnet im November ein neuer Oxfam-Shop. Foto: ksk

Derzeit macht das Geschäft noch einen verlassenen Eindruck, nur im Schaufenster hängt schon ein großes grünes Plakat. Das soll sich jetzt bald ändern: In der Bergmannstraße, direkt neben dem Stadtteilausschuss, eröffnet am 24. November ein neuer Oxfam-Shop. Die internationale Hilfsorganisation betreibt in Deutschland bereits 52 solcher Shops, in Berlin wird es neben Schöneberg, Wilmersdorf, Spandau und Prenzlauer Berg nun der siebte sein.

Oxfam wurde 1942 in Großbritannien gegründet, damals mit dem Ziel, die Folgen der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs zu lindern. Heute schreibt sich die Organisation den Kampf für eine gerechte Welt ohne Armut auf die Fahnen. Dazu wird kurzfristige Nothilfe bei Katastrophen geleistet, es werden längerfristige Projekte und Kampagnen organisiert. Neben staatlichen Geldern und Spenden sind die Shops, in denen Ehrenamtliche gut erhaltene Second-Hand-Sachen verkaufen, eines der Standbeine der Organisation.

In dem Laden in der Bergmannstraße, so Shop-Referent Jonas Lumpe, soll es Kleidung geben, gebrauchte Bücher, Medien und »dies und das«, also Porzellan, Glaswaren und Schmuck. Dringend sucht er aber noch Ehrenamtliche, die Lust haben, möglichst feste Schichten von wöchentlich fünf Stunden zu übernehmen und auch mal samstags zu arbeiten. Der gesamte Shop wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut, nötig sind am Ende etwa 60 Helfer.

»Und die haben wir noch nicht alle«, sagt Lumpe. Aber pessimistisch ist er trotzdem nicht. Ob nun Rentner, die sich ein wenig langweilen, oder Studenten, die Erfahrungen im Einzelhandel sammeln wollen: »Ich merke immer wieder, dass Leute einfach Spaß daran haben.«

Kontakt: Oxfam, Shop-Referent Jonas Lumpe: jlumpe@oxfam.de oder 030 / 453069-223. Am Donnerstag, 4. Oktober, 17:30 Uhr sowie am Freitag, 5. Oktober, 12:00 Uhr finden im neuen Shop, Bergmannstraße 15, Informationsverantaltungen statt.

Erschienen in der gedruckten KuK vom Oktober 2018.