Kleinverlagsinteressenvertretung

Neue Interessengemeinschaft formiert sich

Erstes Verlagstreffen im Mehringhof. Foto: privat

Ende Juni hat sich im Clash im Mehringhof eine Interessengemeinschaft unabhängiger Berliner Verlage formiert. Die Gemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der kleinen und unabhängigen Verlage in Berlin zu vertreten, den Austausch untereinander zu fördern und gemeinsame Projekte zu realisieren.

»Der deutsche Buchhandel, einst eine tragende Säule der Kultur- und Wissensvermittlung, steckt in einer existenziellen Krise«, heißt es in einer Pressemitteilung der Interessengemeinschaft. »Neben der fortschreitenden Digitalisierung und veränderten Konsumgewohnheiten haben auch wirtschaftliche Herausforderungen und die Konkurrenz durch internationale Online-Riesen wie Amazon zu einer existenziellen Bedrohung für viele Buchhandlungen und Verlage geführt.« Covid19-Pandemie und die Folgen des Ukrainekriegs hätten die Lage weiter verschärft und den Kollaps zahlreicher Verlage und Buchhandlungen beschleunigt. Eine der Forderungen an die Politik ist daher die Einführung einer strukturellen Verlagsförderung – wie sie bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist.

Als erstes gemeinsames Projekt plant die Interessengemeinschaft eine dreitägige Independent-Buchmesse im kommenden Jahr. Ein Förderantrag hierfür wurde bereits beim Hauptstadtkulturfonds des Senats eingereicht.

Die an der Gründung beteiligten Verlage sind:

Erschienen in der gedruckten KuK vom Juli 2024 (auf Seite 13).

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