In eigener Sache

1. Oktober 2010 (15:27)

Besuch aus Russland

Gäste des »Pressenetzwerk« besuchen Kiez und Kneipe

UNTER KOLLEGEN: Eine russische Delegation informierte sich bei der KuK darüber, wie ein Kiez-Magazin entsteht. Foto: g

Wie doch die Zeit vergeht. Galt in Zeiten des Kalten Krieges der Spruch: »Die Russen kommen!« als ultimativer Schreckensruf im Kampf der Systeme, so löste diese Ankündigung in der KuK-Redaktion nur freudige Erwartung hervor.

Zum ersten Mal besuchte eine internationale Journalisten-Delegation das Kreuzberger Kiez-Magazin. Organisiert hatte den Besuch der in Bonn ansässige Verein »Pressenetzwerk für Jugendthemen«.

Fünf Journalisten und Journalistinnen aus Nowosibirsk und Moskau informierten sich in der Redaktion von Kiez und Kneipe in der Fürbringerstraße über das Projekt – und staunten nicht schlecht. Ein solches Projekt, so räumten sie am Ende ein, hätten sie nicht erwartet.

Nachdem Chefredakteur Peter S. Kaspar das Blatt und die Idee dahinter vorgestellt hatte, kamen auch schnell die Fragen. Einen jungen Kollegen interessierte es brennend, woher die KuK die Lizenz zum Herausgeben einer Zeitung bekommen habe. Dass es keiner solchen Lizenz bedürfe beindruckte ihn tief.

Es folgten Fragen nach Finanzierung und Vertrieb, aber auch Themenbezogenes wie etwa die Haltung zum Migration und Integrationspolitik. Letzteres mündete in dem spontanen Vorschlag, sich doch zum Karneval der Kulturen im nächsten Jahr wieder zu treffen. Natürlich stieß auch die Schilderung vom größten Multikulturellen Ereignis in Berlin auf großes Interesse und so werden die Kollegen vielleicht ja bald wieder kommen.

Erschienen in der gedruckten KuK vom Oktober 2010.

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