Ein maskierter und mit einer Pistole bewaffneter Mann betrat am Montagabend gegen 19:45 Uhr einen Getränkemarkt in der Oranienstraße und forderte von dem Mitarbeiter im Alter von 27 Jahren die Herausgabe der Tageseinnahmen. Nachdem der Räuber die Beute erhalten hatte, flüchtete er aus dem Geschäft in unbekannte Richtung. Der Mitarbeiter blieb unverletzt.
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Kneipenräuber unterwegs
Auf ein Lokal in Kreuzberg hatten es am Sonntagabend zwei bislang unbekannte Räuber abgesehen. Gegen 21 Uhr betrat das Duo die Lokalität in der Wassertorstraße und bedrohte die 27jährige Angestellte sowie deren 25jährige Schwester mit einer Pistole. Nachdem einer der Täter der Mitarbeiterin zweimal ins Gesicht geschlagen hatte, mussten sich beide Frauen auf den Boden legen. Anschließend raubten die Männer die Tageseinnahmen aus der Kasse und flüchteten über die Wassertorstraße in Richtung Kottbusser Tor. Die 27-Jährige erlitt bei dem Überfall leichte Gesichtsverletzungen. Ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 führt die Ermittlungen.
Polizei fasst Buntmetalldiebe
Drei Buntmetalldiebe gingen der Polizei am Sonntagabend in Kreuzberg ins Netz. Ein Passant hatte das Trio gegen 17:30 Uhr beim Diebstahl von Buntmetall auf einer Baustelle in der Dennewitzstraße beobachtet und die Polizei alarmiert. Kurz vor Eintreffen der alarmierten Polizisten entfernten sich die Diebe, nachdem sie die Blechteile in einem bereitgestellten Opel verstaut hatten. Gegen 18:20 Uhr nahmen die Fahnder in der Straße Tempelhofer Ufer zunächst zwei Tatverdächtige im Alter von 29 und 30 Jahren fest. Nachforschungen zu dem gesuchten Fahrzeug führten letztendlich auch auf die Spur ihres 47jährigen Komplizen, der kurz darauf ebenfalls festgenommen werden konnte. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung kam das Trio wieder auf freien Fuß.
Radler gegen Taxi
Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Taxi zog sich am Samstagmorgen ein 29jähriger Radfahrer schwere Schnittverletzungen im Gesicht zu. Aus bisher ungeklärter Ursache war der Radfahrer gegen 3:30 Uhr auf der Thielenbrücke in Kreuzberg in den entgegengesetzten Fahrstreifen geraten und daraufhin mit dem ihm entgegenkommenden Taxi eines 40-Jährigen zusammengestoßen, der mit dem Schrecken davon kam.
Kettenreaktion mit Folgen
Zu einer folgenschweren Kettenreaktion kam es am Dienstagnachmittag in Kreuzberg. Der 54jähriger Fahrer eines Peugeot war auf der Katzbachstraße unterwegs in Richtung Yorckstraße. Ersten Erkenntnissen nach fuhr er gegen 16:45 Uhr mit seinem Fahrzeug auf einen bei Rot wartenden Renault eines 35-Jährigen auf, der wiederum gegen einen vor ihm stehenden Mercedes einer 40-Jährigen geschoben wurde. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt eine ebenfalls im Mercedes sitzende hochschwangere Frau im Alter von 24 Jahren Verletzungen im Hals- und Rückenbereich und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Da der 54-Jährige nach Alkohol roch, führten Beamte des Polizeiabschnitts 52 eine Atemalkoholmessung durch, die einen Alkoholwert von 1,71 Promille ergab. Nachdem beim Unfallverursacher eine Blutentnahme vorgenommen worden war und die Polizisten seinen Führerschein beschlagnahmt hatten, kam der Mann wieder auf freien Fuß.
Bäckerei überfallen
Zwei Männer bedrohten am Mittwochmorgen eine 32jährige Mitarbeiterin einer Bäckerei in Kreuzberg. Während die Frau von einem maskierten Mann im hinteren Bereich des Geschäftes in der Kochstraße überrascht und mit einem Messer in Schach gehalten wurde, entwendete ein zweiter Täter Geld aus der Kasse. Anschließend flüchteten die Unbekannten in Richtung Wilhelmstraße. Die Kriminalpolizei der Direktion 5 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Bankräuber scheitert an der Technik
An der Standfestigkeit zweier Mitarbeiter scheiterte gestern Nachmittag ein Räuber, der in Kreuzberg eine Postbank überfallen wollte. Der Unbekannte betrat gegen 15:45 Uhr die Filiale in der Ritterstraße, bedrohte eine 26jährige Mitarbeiterin sowie ihren 48 Jahre alten Kollegen mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Geld. Die Angestellten erklärten dem Räuber, dass dies aus technischen Gründen nicht möglich sei, worauf er die Bank wieder verließ und auf einem Fahrrad in Richtung Prinzenstraße flüchtete. Weder die Bankmitarbeiter noch die etwa 15 Kunden wurden verletzt. Ein Raubkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Kinderzimmer brennt
Bei einem Wohnungsbrand wurden am Montagnachmittag zwei Personen durch Rauchgas in Kreuzberg leicht verletzt. Anwohner der Manteuffelstraße bemerkten gegen 17 Uhr Rauch in dem Wohnhaus und alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte lokalisierten den Brand in einer Wohnung im 4. Stock, der dort in einem Kinderzimmer ausgebrochen war und schon auf den Wohnungsflur übergegriffen hatte. Durch das Feuer wurde das Kinderzimmer völlig zerstört. Ein Brandkommissariat hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.
Kurze Flucht der Tankstellenräuber
Gegen 19 Uhr überfielen am Sonntagabend zwei Jugendliche eine Tankstelle in der Kreuzberger Urbanstraße. Die 35jährige Angestellte war allein, als die Täter das Geschäft betraten. Sie bedrohten die Verkäuferin mit einer Schusswaffe und forderten Geld. Das Duo entwendete zusätzlich das Portemonnaie der Frau. Sie flüchteten in Richtung Jahnstraße, was von zwei Zeugen, die zu dem Zeitpunkt tankten, beobachtet wurde. Zivilpolizisten nahmen einen 18jährigen Tatverdächtigen nach kurzer Verfolgung fest. Polizisten des Abschnitts 52 und der 21. Einsatzhundertschaft entdeckten dessen 16jährigen Komplizen später in der Graefestraße und nahmen auch ihn fest. Die Täter wurden dem Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 überstellt
Gerangel und Gespräche um den letzten Stadtrat
Piraten lenken ein und wollen weiter verhandeln
Ist der Alte auch der Neue? Knut Mildner-Spindler von der Linken ist derzeit Bezirksstadtrat für Gesundheiot und Soziales. Foto: pskJetzt ist es wohl amtlich: Es wird keinen Stadtrat der Piratenpartei im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg geben. Am 30. September hatten die Piraten noch angekündigt, sie wollten das Vorschlagsrecht für einen Stadtratsposten in Anspruch nehmen. Das wäre dann der von Knut Mildner-Spindler von den Linken gewesen. Tatsächlich waren die Piraten als drittstärkste Partei in die neue Bezirksverordnetenversammlung eingezogen und hatten die Linke dabei deutlich überholt.
Allerdings waren die Piraten nicht in der Lage, alle ihnen zustehenden Sitze in der BVV zu besetzen, da sie zu wenig Kandidaten aufgestellt hatten, beziehungsweise drei von ihnen auch für das Abgeordnetenhaus kandidierten und nun in den Preußischen Landtag eingezogen sind. Diese Sitze für die Piraten sind nun verfallen, was wiederum die Linke zur drittstärksten Fraktion machte, die noch einen Stadtrat vorschlagen darf.
Nach der Auffassung der Piraten stand aber ihnen dieses Vorschlagsrecht zu, weil sie mehr Wählerstimmen erreicht hatte. Die BVV-Newcomer kündigten ab, um dieses Recht kämpfen zu wollen. Dabei fuhren sie eine Doppelstrategie. Einerseits verhandelten sie mit der Linken, andererseits prüften sie auch die juristische Sachlage.
Im Blog der Bezirks-Piraten heißt es seit Mittwoch: »Ihr hattet recht, wir hatten unrecht.« Trotzdem wollen sie weiter das Gespräch mit der Linken suchen, um möglicherweise einen gemeinsamen Kandidaten oder eine Kandidatin zu finden. Im Gespräch war bereits Anke Domscheidt-Berg, einstige Microsoft-Direktorin, Frau des Wikileaks-Mitbegründers Daniel Domscheidt-Berg und Unternehmerin. Doch der Vorschlag hat einen Haken. Sie ist Mitglied der Grünen. Das würde bedeuten, dass die Stadtratsposten mit einer Ausnahme alle von den Grünen besetzt würden. Von den Linken heißt es aus gutunterrichteten Quellen, dass sie Knut Mildner-Spindler wieder vorschlagen wollen.
Die SPD hat durch ihr schwaches Abschneiden einen Bezirksstadtrat eingebüßt. Noch ist nicht klar, ob Jan Stöß, der eigentlich Bezirksbürgermeister werden wollte, oder Peter Beckers das Feld räumt.
Lebensgefährliche Messerattacke
Eine 40-Jährige ist am Donnerstagmorgen von ihrem getrennt lebenden Ehemann in Kreuzberg lebensgefährlich verletzt worden. Der 47-Jährige hatte seine Frau kurz vor 6 Uhr in der Bergmannstraße mit einem Messer attackiert und ihr mehrere Stiche zugefügt. Zeugen hatten die schwer verletzte Frau auf dem Gehweg gefunden und die Polizei alarmiert. Rettungskräfte brachten das lebensgefährlich verletzte Opfer in ein Krankenhaus. Der Ehemann wurde kurz nach der Tat festgenommen. Die Ermittlungen hat eine Mordkommission beim Landeskriminalamt übernommen.
Feuerteufel in der Böckhstraße
Unbekannte haben am Mittwochvormittag in einem Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Kreuzberg Feuer gelegt. Gegen 11:40 Uhr bemerkte ein Mieter des Hauses in der Böckhstraße Qualm im Treppenhaus und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte und einige Mieter löschten die beiden brennenden Kinderwagen. Die Flammen griffen ebenfalls auf die Briefkästen des Hauses und auf einen kleinen Teil der Holztreppe über. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Bauarbeiter schwer verunglückt
Bei einem Unfall auf einer Baustelle in Kreuzberg erlitt ein Arbeiter am Montagmorgen lebensbedrohliche Verletzungen. Der 53-Jährige war an Gerüstarbeiten an einem Haus in der Graefestraße beteiligt, als er nach ersten Erkenntnissen gegen neun Uhr von einem herabfallenden Gegenstand am Kopf getroffen wurde und zwischen Gerüst und Hauswand rutschte. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Bauarbeiter aus seiner Lage und brachten ihn mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Parallel zu den polizeilichen Ermittlungen untersucht das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi) die Unfallursache.
Was für ein Konzept?!
6.500 Polizisten waren im Einsatz. Nur so zum Vergleich: Das entspricht etwa der Einsatzstärke der Polizei am 1. Mai. 6.500 Beamte schützten also das Leben eines 84-jährigen Priesters. Gut, das ist noch einigermaßen verständlich, da Benedikt XVI. als ebenso gefährdet eingestuft wird, wie die Präsidenten Russlands, der USA, Israels, und Afghanistans. Dass zu dem Sicherheitskonzept auch gehört, dass über Fahrtrouten kurzfristig entschieden wird und deshalb gleich mehrere Straßen abgesperrt werden, ist in diesem Sinne auch noch zu verstehen. Aber dass die Polizei eine falsche Telefonnummer für Bürgerfragen angibt, ist schon eine peinliche Panne. Wenn aber jemand, der endlich die richtige Nummer herausbekommen hat, 16 Mal keine Antwort auf eine Frage bekommt, die für einen Wirt durchaus von vitalem Interesse ist, wenn Bewohner ihre eigene Wohnung nicht mehr betreten dürfen, dann darf man schon mal freundlich nachfragen, um was für ein Sicherheitskonzept es sich eigentlich handelt. So richtig populär war der Papstbesuch in Berlin nicht, schon gar nicht in Kreuzberg. Hat sich der Vatikan nichts sagen lassen, oder hat ihm niemand gesagt, dass es wahrscheinlich eine sehr schlechte Idee ist, dass der Heilige Vater ausgerechnet vor den Toren Kreuzbergs am Rande eines für seine Dealer berühmten Parks, sein Haupt zur Ruhe bettet? Am Abend des 22. Septembers stand der Südstern kurz vor einer veritablen Straßenschlacht, wie man sie eigentlich nur vom 1. Mai früherer Tage kennt. Irgendjemand hat dafür gesorgt, dass es überraschenderweise nicht dazu kam. Vielleicht hat ja der Heilige Geist gewirkt.