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Nachruf

Letzter Vorhang für Mänix

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Kiez

Kreuzberg wehrt sich

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Politik

Schwamm drin oder Schwamm drüber?

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Das KuK-Büro in der Fürbringerstraße 6

Nachruf

20. März 2017 (15:15)

Letzter Vorhang für Mänix

Manfred »Mänix« Wilhelm *1960 †2017 (Foto: phils)

»Es gibt Staatsschauspieler an staatlichen Bühnen, Stadtschauspieler an städtischen Bühnen und ich bin eben ein Bezirksschauspieler«, sagte Mänix einmal, mit seinem unverwechselbaren Humor, über sich selbst. Er reihte sich damit ein in das Heer jener Schauspieler, die ihrem Engagements über die »Zentrale für Bühne und Film« bekamen, meist ABM- oder MAE-Maßnahmen. Seiner Leidenschaft tat das keinen Abbruch. Häufig war die Kneipe seine Bühne. Zum Beispiel das legendäre »Mrs Lovell« in der Gneisenaustraße. Jeden Donnerstag gab er dort seinen »Stroganoff« zum Besten, jenes Gedicht von Friedrich Holländer, das die Legende über die Entstehung des Bœuf Stroganoff zum Inhalt hat. Die meisten Stammgäste kannten den Stroganoff irgendwann auswendig, und so ergab sich schließlich ein stimmungsvolles Wechselspiel, das sich Woche für Woche wiederholte.

Geld war damit nicht verdient, aber viel Applaus. Für den Lebensunterhalt mussten andere Engagements her, wie in Cottbus bei der Theaterinitiative C. In Neukölln verkörperte er den legendären Neuköllner Ermittler Borscht in Echtzeitfällen. Auch auf der Bühne des Straßenfestes in der Mittenwalder Straße trat er auf. Dann endlich schien sich das Blatt zum Guten zu wenden. Er wurde vom Spandauer Volkstheater Varianta engagiert und feierte mit dem Stück »Weihnachten sind wir alle wieder zu Hause« Erfolge. Doch sehr lange sollte das Glück nicht von Dauer sein. Eine Krebsdiagnose beendete seine Laufbahn endgültig. Mänix ging sehr offen mit seiner Krankheit um und zeigte nach außen hin dabei einen bewundernswerten Gleichmut. Mänix hat in seinem Leben vielen Menschen viel Freunde gemacht und am Ende einigen vielleicht auch Mut.

Ein ausführlicher Nachruf folgte in der April-Ausgabe der KuK

Peter S. Kaspar

Kiez

24. Februar 2017 (16:52)

Kreuzberg wehrt sich

Initiative gegen Initiative gegründet

Am 12. Februar titelte der Tagesspiegel: »Kreuzberger wollen Drogenabhängige vertreiben«. Dahinter verbirgt sich die Initiative einer Anwohnerin. Ihr missfällt eine Gruppe von Leuten, die sich täglich auf dem U-Bahnhof Gneisenaustraße trifft. Es (…)

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Politik

3. Februar 2017 (13:02)

Schwamm drin oder Schwamm drüber?

Erste Ergebnisse der Initiative »Gedenkort Fontanepromenade 15«

In der Fontanepromenade 15 weist nur eine Stele auf die »Zentrale Dienststelle für Juden« hin, die dort ab November 1938 Juden zu Zwangsarbeitseinsätzen vermittelte. Nachdem bekannt wurde, dass das Gebäude im vergangenen Jahr an einen Investor verkauft wurde, beklagte die Stadt­teil­ini­tia­tive »Wem gehört Kreuzberg«, dass »ein solcher Geschichtsort der (…)

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Politik

7. Januar 2017 (15:22)

Drei Neue im Bezirksamt

Wahl der neuen Stadträte verläuft weitgehend reibungslos

Nachdem es im November in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) drei Anläufe bis zur Wahl der Vorsteherin Kristine Jaath (Grüne) und damit der Konstituierung der BVV gebraucht hatte, wurde in der letzten Sitzung vor Weihnachten endlich auch das neue Bezirksamt gewählt.

Bezirksbürgermeisterin bleibt Monika Herrmann (Grüne), die auch weiterhin das Jugendamt (…)

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Politik

29. November 2016 (18:24)

PARTEI ebnet Jaath den Weg

BVV-Vorsteherin im dritten Versuch doch noch gewählt

Kristine Jaath (Grüne) hat im Rathaus in Friedrichshain-Kreuzberg am 28. November die Wahl zur BVV-Vorsteherin gewonnen. 53 Stimmen wurden abgegeben und mit einem etwas niedrigen, aber eindeutigen Ergebnis wurde Jaath mit 29 Stimmen bei 12 Enthaltungen erneut zur BVV-Vorsteherin gewählt. Der Konkurrent von der Partei »Die Partei« Riza Cörtlen (…)

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Berlin-Wahl 2016

19. September 2016 (15:58)

Das Ende des gallischen Dorfes

Die Wahlanalyse: Vom Schmuddelkind zum Vorzeigeobjekt

Natürlich war in Friedrichshain-Kreuzberg wieder alles ganz anders, als im Rest von Berlin, sonst wäre der Bezirk ja auch nicht das chaotische Epizentrum dieser Republik. Die Grünen erreichten in absoluten Stimmen gerechnet ein besseres Ergebnis als vor vier Jahren. Die Linken zog triumphal an der SPD vorbei. Die AfD hatte (…)

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Berlin-Wahl 2016

15. September 2016 (13:03)

Wenig Spannung im Titelkampf

Für kleinere Parteien sind Überraschungen bei der BVV-Wahl möglich

In vielen Teilen Deutschlands ist eine Kommunalwahl ein mühsames Geschäft. In Städten wie etwa Stuttgart kämpfen sich die Wähler durch wandtapetengroße Stimmzettel. Zudem wird von ihnen verlangt, sich mit Wahltechniken herumzuschlagen, die auf so schöne Namen wie Kumulieren, Panaschieren oder Unechte Teilortswahl hören. Das alles klingt mehr (…)

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