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Kiez

Karneval verkehrt herum

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Dragonerareal

Die Stunde der Begehrlichkeiten

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Im Kiez getroffen

»Privileg, Dinge anders sehen zu können«

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Das KuK-Büro in der Fürbringerstraße 6

Kiez

4. Mai 2018 (14:58)

Karneval verkehrt herum

Es ist wohl die deutlichste Neuerung beim diesjährigen Karneval der Kulturen: Der Zug, der sich bislang vom Hermannplatz kommend durch Kreuzberg wälzte, nimmt dieses Jahr von den Yorckbrücken seinen Ausgang und bewegt sich von da aus in Richtung Neukölln.

Der Zug kommt dieses Mal aus der anderen Richtung. Foto: phils

Ansonsten wird sich beim Umzug am 20. Mai nicht soviel ändern. »Sapucaiu no Samba« wird den Zug anführen, weitere Details waren zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Aber große Veränderungen dürfte es in diesem Jahr nicht geben. Auch das Straßenfest, dessen Konzeption vor zwei Jahren geändert wurde, folgt dem nun neu eingeschlagenen Weg. Das heißt konkret, dass es neben den großen Hauptbühnen noch mehrere »Music-Corners« gibt. Der »Grüne Bereich« bietet Workshops, Filme, Musik, Informationen und zahlreiche andere Veranstaltungen bis hin zu einer Recycling-Modenschau. Das unterstreicht den nachhaltigen Anspruch des Bezirks.

Bunt und spektakulär geht es auch auf dem Rasen zwischen Waterlooufer und Blücherstraße zu. Das Programm umfasst Straßentheater, Capoeira, Musik, verschiedene Performances und Installationen.

Am Tag vor dem großen Umzug startet am Mariannenplatz zu 22. Mal der Kinderkarneval um 13:30 Uhr zu seinem Umzug in Richtung Görlitzer Park. Wie immer trägt der Kinderkarneval ein tierisches Motto – und wie meist hat es auch einen aktullen Bezug. »Sag mir wo die Bienen sind, wo sind sie geblieben« ist ein deutlicher Hinweis auf die Glyphosat-Debatte und die Furcht vor einem Aussterben der Bienen.

Veranstalter des Kinderkarnevals ist die Kreuzberger Musikalische Aktion. Sie hat auch Grund zu feiern, denn die KMA wird dieses Jahr 30 Jahre alt.

Erschienen in der gedruckten KuK vom Mai 2018.

Dragonerareal

1. März 2018 (17:35)

Die Stunde der Begehrlichkeiten

47.000 Quadratmeter sind eine verdammt große Fläche. Und auch eine Fläche, die Begehrlichkeiten weckt. Offiziell wird die Fläche Ende Juni an das Land Berlin rückübertragen. Es handelt sich um das heftig umstrittene Dragonerareal, das um ein Haar an einen Investor in Wien gegangen wäre. Letztlich hatte der Bundesrat den 36-Millionen-Deal gestoppt.

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Im Kiez getroffen

28. Januar 2018 (19:36)

»Privileg, Dinge anders sehen zu können«

Nicht die »zitty« und auch nicht der »tip« – Berlins auflagenstärks­tes Stadtmagazin ist die »Siegessäule« mit einer verbreiteten Auflage von über 50.000. Doch angefangen hat Verlegerin Manuela Kay, die das Blatt 2012 übernahm, mit weitaus geringerer Reichweite.
Das war 1986. Damals fragte sie beim Hörfunkprogramm »Eldoradio« an, ob auch Lesben mitmachen können. Die Sendung, die als erstes schwules Radioprogramm Deutschlands gilt, war damals noch Bestandteil des Berliner Kabelpilotprojektes, bevor sie Teil von West-Berlins erstem Privatsender »Radio 100« wurde. Als Redakteurin und Moderatorin öffnete Manuela die Sendung für lesbische Themen und berichtete bis zum Ende des Senders 1991 über Neuigkeiten aus der Szene sowie politische Entwicklungen.

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Verkehr

10. Januar 2018 (14:14)

Wem gehört die Straße?

Es gibt jetzt zwar einen Radweg, nur parken dort auch Autos

So war das alles nicht geplant. Anfang Dezember verkündeten die Unterstützer des »Volksentscheids Fahrrad« von Bündnis 90/Die Grünen noch feierlich, nun endlich einen Radstreifen an der Gitschiner Straße neben der Strecke der U1 vollendet zu haben. Doch die Freude bleibt nicht lang: durch ein zu (…)

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Kiez

1. Dezember 2017 (20:27)

Silvio-Meier-Preis an Edeltraut Pohl

Auch Initiave gegen Rassismus wird ausgezeichnet

Es ist jetzt 25 Jahre her, dass in Friedrichshain in der Samariterstraße Silvio Meier von Rechtsextremisten erstochen wurde. Im vergangenen Jahr vergab der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zum ersten Mal den Silvio-Meier-Preis. Damit will der Bezirk »Menschen, Vereine, Initiativen und Projekte ehren und unterstützen, die sich in herausragender Weise gegen Rechtsextremismus, Rassismus, (…)

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Kiez

5. November 2017 (13:21)

Nach Farbbeuteln fliegen Steine

Der Protest gegen das Hotel »Orania« nimmt nicht ab

Hier irrt die Bezirksbürgermeisterin: »Es hätten auch Luxuslofts sein können«, kommentierte sie das noble Hotel »Orania«, das seine Pforten im Sommer am Oranienplatz geöffnet hat und seither immer wieder Ziel unerfreulicher Aktionen ist. Mal fliegen Farbbeutel, zuletzt gar Pflastersteine.

Und warum irrt die Bürgermeisterin? Weil es natürlich ein (…)

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Bundestagswahl 2017

29. August 2017 (15:53)

Politik goes Schankwirtschaft

Öffentliche Redaktionsgespräche mit Direktkandidaten des Wahlkreises

Wie vor jeder Bundestagswahl hat sich sie Kiez und Kneipe auch in diesem Jahr mit Direktkandidaten aus dem Wahlkreis getroffen, um zu erfahren, mit welchen Themen sie den Kiez auf Bundesebene vertreten wollen. In Form von öffentlichen Redaktionsgesprächen haben wir die Kandidaten der vier im Bundestag vertretenen Parteien zu Einzelgesprächen (…)

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